Bell & Sporer
Fakten. Erfahrung. Analyse.
Inge Bell und Helmut Sporer sind ein Expertenkollegium für die Themenfelder Prostitution und Menschenhandel.
Sie engagieren sich seit über 25 Jahren für eine bessere und vor allem opferorientierte Prostitutionspolitik in Deutschland.
Neutral, unabhängig, realitätsbasiert.
Die verlorenen Steuer-Milliarden aus der Prostitution
Prostitution ist ein gigantischer Schattenmarkt.
Während Bordellbetreiber hohe Umsätze erzielen, bleiben Steuerflüsse intransparent, Kontrollmöglichkeiten begrenzt und staatliche Behörden strukturell unterlegen.
Der Beitrag beleuchtet, wie organisierte Ausbeutung, Scheinselbständigkeit, Bargeldstrukturen und Vollzugsdefizite zu milliardenschweren Verlusten für den Staat führen – und warum dieses Thema in der politischen Debatte bis heute erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erhält.
Ein Beitrag von Inge Bell & Helmut Sporer in der Zeitschrift Weiterdenken (02/2026)
Kritik der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes (2025)
Die Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) umfasst rund 700 Seiten und erhebt den Anspruch, die Wirksamkeit des Gesetzes umfassend zu prüfen.
Die vorliegende Analyse von Bell & Sporer kommt zu einem anderen Ergebnis: Zentrale Formen von Ausbeutung wie Wuchermieten, Kostenexploitation, Steuerdefizite und Kontrollprobleme bleiben weitgehend ausgeblendet. Gleichzeitig werden darin Empfehlungen formuliert, die aus Sicht von Praktikern den Schutz von Frauen schwächen und Betreiberinteressen stärken könnten.
Die Stellungnahme bündelt kriminalistische Erfahrung, Opferschutz-Perspektive und praktische Kenntnisse des Milieus – prägnant, konkret und politisch einordnend.
Auf einen Blick: One Pager // Kritik der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes (2025)
Der neue Deutsche Weg
Für eine Neuordnung der Prostitutionsgesetzgebung
Deutschland gilt seit Jahren als „Bordell Europas“.
Kriminaloberrat a. D. Helmut Sporer analysiert in dieser Publikation der Hanns-Seidel-Stiftung die tiefgreifenden Veränderungen des Prostitutionsmilieus seit den 1990er-Jahren – von der Liberalisierung des Prostitutionsrechts bis zu den Folgen der EU-Osterweiterung.
Die Schrift verbindet jahrzehntelange kriminalpolizeiliche Erfahrung mit konkreten Fallkenntnissen aus Ermittlungen, Kontrollen und Menschenhandelsverfahren. Sie beschreibt Mechanismen von Ausbeutung, organisierter Kriminalität und Zwangsprostitution – und entwickelt einen politischen Gegenentwurf: den „Neuen Deutschen Weg“.
Eine grundlegende Analyse zur Realität der Prostitution in Deutschland – jenseits von Ideologie und Milieu-Lobbyismus.
(Aktuelle Analysen 2022)
Stellungnahme zum Deutschen Bundestag vonBell & Sporer als Vorsitzende des DIAKA - Deutsches Institut für Angewandte Kriminalitätsanalyse (2024)
In dieser Stellungnahme für den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestags beziehen Inge Bell und Helmut Sporer klar Stellung zur Debatte um ein Sexkaufverbot und die Zukunft der Prostitutionsgesetzgebung in Deutschland.
Das Papier setzt sich mit zentralen Argumenten der Prostitutionslobby auseinander – darunter die Behauptung, ein Sexkaufverbot dränge Frauen ins Dunkelfeld oder erhöhe Gewalt gegen Prostituierte.
Die Autoren argumentieren dagegen mit kriminalistischen Erfahrungen, internationalen Entwicklungen und konkreten Zahlen zu Menschenhandel, Gewalt und organisierter Kriminalität.
Die Stellungnahme beschreibt Prostitution als System struktureller Ausbeutung und fordert einen politischen Kurswechsel hin zu stärkerem Opferschutz, Entkriminalisierung der Frauen und konsequenter Bekämpfung der Nachfrage.
Stellungnahmen zu den Landtagsanhörungen Bayern 2022
Im Jahr 2022 brachten Helmut Sporer und Inge Bell ihre langjährige Erfahrung als Kriminalist, Frauenrechtlerin und Menschenrechtsexpertin in die Anhörungen des Bayerischen Landtags zum Thema Prostitution und Menschenhandel ein.
Die Stellungnahmen analysieren die Realität des Prostitutionsmilieus jenseits politischer Schlagworte: Wohnungsbordelle, organisierte Ausbeutung, Kontrollprobleme, Wuchermieten, Gewalt gegen Frauen und strukturelle Abhängigkeiten.
Dabei verbinden beide Autoren praktische Milieukenntnis mit konkreten Reformvorschlägen für Opferschutz, Strafverfolgung und Gesetzgebung.
Anhörung Landtag Nordrhein-Westfalen (2021)
In seiner Stellungnahme für den Ausschuss für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen setzt sich Helmut Sporer grundlegend mit der Realität der Prostitution in Deutschland und der Debatte um das sogenannte Nordische Modell auseinander.
Aus der Perspektive eines langjährigen Kriminalbeamten analysiert er die Entwicklung des Prostitutionsmilieus seit den 1990er-Jahren – von der massiven Zunahme ausländischer Frauen über organisierte Ausbeutung bis hin zu den Grenzen des Prostituiertenschutzgesetzes.
Die Stellungnahme verbindet kriminalistische Praxis, konkrete Fallbeispiele und politische Analyse. Sie beschreibt ein Milieu, das nach Sporer in weiten Teilen von Druck, Fremdbestimmung und struktureller Gewalt geprägt ist – und stellt die Frage, ob die bisherige deutsche Regulierung die tatsächlichen Opfer überhaupt erreicht.